Schreiner-Innung Schwandorf – Übergabe der Gesellenbriefe

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Die Schreinerinnung fasste bei der Freisprechungsfeier am Freitag auf dem Freigelände des Fortbildungszentrums Charlottenhof zwei Jahrgänge zusammen. „Coronabedingt“, wie Obermeister Fabian Kraus erklärte. Er selbst bekam vor 14 Jahren den Gesellenbrief ausgehändigt und ist heute Geschäftsführer einer großen Schwandorfer Schreinerei mit 30 Mitarbeitern. „Der Gesellenbrief ist der Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Karriere“, versicherte der Obermeister den Absolventen.

Prüfungsvorsitzender Heiner Lippert erinnerte an den „schwierigen Ablauf der Prüfungen“, stellte aber fest: „Wir haben es ganz gut hinbekommen“. Von den 15 Prüflingen, davon zwei Damen, seien leider drei durchgefallen. Drei Gesellen aus dem Prüfungsbezirk Schwandorf schafften in Theorie und Praxis jeweils die Note „gut“. Geehrt wurde auch der Prüfungsbeste des vergangenen Jahres. Lukas Schiller aus Schwarzach machte seine Lehre bei der Schreinerei Hubert Bauer in Oberviechtach, schloss sie in Theorie und Praxis mit der Note „sehr gut“ ab und erhielt einen Bildungsgutschein der Handwerkskammer von 300 Euro.

Die Schreinerinnung vergibt jedes Jahr auch Preise für den Wettbewerb „Gute Form“. Jury-Vorsitzender Altoberbürgermeister Helmut Hey lobte die „Handwerks- und Gestaltungskunst“ der jungen Gesellen und vergab den ersten Preis an Maximilian Wich aus Wernberg, der als Gesellenstück einen Schreibtisch fertigte. Eine Belobigung erhielten Simon Bäuml (Schreinerei Koller in Stulln, „Schatulle“) und Christian Köppl (BES Brunold in Schwandorf, „Nachttisch“). Im vergangenen Jahr gewann die „Gute Form“ Tobias Maier aus Pfreimd, der sich bei der Schreinerei Koller in Stulln ausbilden ließ und als Gesellenstück ebenfalls einen Schreibtisch anfertigte. Den zweiten Platz belegte Philip Seifert (Arnold-Möbelmanufaktur, Luhe-Wildenau) vor Lisa Moritz (Schreinerei Reindl, Schwandorf).

Der Akademiker Jakob Scharf, pensionierter Gymnasiallehrer und stellvertretender Landrat, rät den Schulabgängern zu einer handwerklichen Lehre. Ein guter Handwerker könne sich überall helfen und werde immer sein Auskommen haben, so Scharf. Kreishandwerksmeister Ernst Maler gratulierte den Absolventen und versicherte ihnen: „Sie haben sich für einen Beruf mit Zukunft und eine Arbeit mit einem nachhaltigen Rohstoff entschieden“.

 

Bild/Text : Rudolf Hirsch

 


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