Der Gesellenbrief als wichtiger Grundstein

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Die Schreinerinnung Schwandorf zeichnete am 26.07.19 die Besten aus.

14 junge Schreiner haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und bei der Freisprechungsfeier der Schreinerinnung Schwandorf im Oberpfälzer Künstlerhaus als wohlverdienten Lohn ihre Gesellenbriefe erhalten. „Heute werden sie mit dem Gesellenbrief in die weite Welt des Schreiner-Handwerks entlassen“, sagte Obermeister Fabian Kraus, der auch viele Ehrengäste und Vertreter der Schreinerinnung begrüßte, einleitend.

Egal für was sich die jungen Schreiner für ihre Zukunft entscheiden werden, „der Grundstein ist mit der Freisprechung gelegt“. Die Zukunft stehe den jungen Gesellen offen – und es werde eine erfolgreiche sein, versicherte der Obermeister. Er ist überzeugt: „Handwerker werden in der Zukunft ein goldenes Zeitalter erfahren.“ Das Lernen, Arbeiten und die Aufregung für die Prüfung haben sich laut Kraus gelohnt. Der Innungsobermeister dankte den Eltern, dass sie die Auszubildenden unterstützt haben, wie auch den Betrieben, die „die Geduld aufgebracht haben, den Lehrlingen das Wissen auf den Weg zu geben, um erfolgreich in den Beruf zu starten“. Die Betriebe sicherten sich auch somit ihren Fachkräfte-Nachwuchs, der heutzutage sehr wertvoll sei. Kraus ermunterte die Betriebe, auch weiterhin junge Leute auszubilden.

„Sie haben einen schönen und angesehenen Beruf erlernt, der in der Bauhochkonjunktur geschätzt und gesucht wird“, sagte Kraus an die Adresse der Jung-Gesellen. Der stellvertretende Landrat Jakob Scharf wünschte den jungen Schreinern, dass sie viel Freude in ihren Beruf haben und auch den Kunden viel Freude bereiten. Zum Ende ihrer Lehrzeit beglückwünschte der Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller die Gesellen. „Sie haben einen schönen Beruf erlernt, manche werden darin bleiben, einige werden den Weg zur Meisterprüfung einschlagen oder studieren.“ Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Schreiner betrage zwölfeinhalb Wochen, „machen sie etwas daraus“. Feller bereitete es Sorgen, dass zwar 14 Schreiner freigesprochen werden, aber nur neun nachkämen.

Kreishandwerksmeister Christian Glaab sagte, das Schreinerhandwerk habe eine traditionsreiche Vergangenheit, aber auch eine moderne Zukunft. Glaab hoffte, dass die Gesellen die Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen.

Jurymitglied Alt-OB Helmut Hey erklärte den Begriff „Die Gute Form“. Architekt Max Bill prägte den Begriff 1957 folgender Maßen: „Durch eine funktionelle, sachliche und trotzdem ästhetische gültige Gestaltung sollte eine Dauerhaftigkeit der Dinge geschaffen werden, die über den modischen Zeitgeist hinausgeht.“ Hey gratulierte den Preisträgern, die sich mit einem Werkstoff befassen, der lebe. Zudem können die Schreiner auf die Wünsche der Kunden individuell eingehen, so Hey. Das Bläserensemble der vhs-Jugendblaskapelle umrahmte die Feier.

Die Preisträger

Jahrgangsbester:

Maximilian Weiß, Theorie und Praxis sehr gut, Ausbildungsbetrieb Schreinerei Bauer Wernberg Köblitz, Gesellenstück: TV Sideboard in Eiche

Preisträger „Die Gute Form“;

1. Preis Johannes Graf, Ausbildungsbetrieb Christian Weniger Wackersdorf

Belobigung: Maximilian Weiß, Ausbildungsbetrieb Schreinerei Bauer Wernberg Köblitz

Belobigung: Marco Gräsel, Ausbildungsbetrieb BES Brunold Schwandorf

 

Quelle Foto und Text: Mittelbayerische Zeitung am Montag, 29. Juli 2019
https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/der-gesellenbrief-als-wichtiger-grundstein-21416-art1810817.html

 

 


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