Auf Youtube auf Lehrlingssuche – Der Neue Tag am Samstag, 17. / Sonntag, 18. März 2018

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Ein Obermeister am Schlagzeug, dazu Songs der „Toten Hosen“ und der „Sportfreunde Stiller“: Die beiden Innungen „Heizung, Klima, Sanitär“ und „Metall“ haben sich zur Freisprechungsfeier etwas besonderes einfallen lassen. Die Ergebnisse zeigen: Trotz Fachkräftemangels bleiben die Anforderungen an die künftigen Handwerker hoch.

Schwandorf. Es war eine Sternstunde in der Reihe der jährlichen Freisprechungsfeiern. Obermeister Michael Zinnbauer setzte sich ans Schlagzeug und spielte zusammen mit den „Almdoodlern“ Songs von den „Toten Hosen“ (Tage wie diese) den „Sportfreunden Stiller“ (Ein Kompliment), „Andreas Bourani“ (Auf uns) und „Ed Sheran“ (perfect). Und als Höhepunkt das Lied von Helmut Treml, mit dem der Regensburger Musikpoet einen Videoclip über die Anlagenmechaniker vertonte.

Humor und Sex-Appeal

„Herzinstallateur“ heißt der Imagefilm der Innung „Heizung, Klima, Sanitär“, in dem die Schauspielerin Kirstin Rokita und Liedermacher Hubert Treml in einer musikalischen Szene zufolge die vielfältigen Einsatzgebiete eines Insatallateurs mit Humor und Sex-Appeal andeuten. Der dreiminütige Clip feierte bei der Freisprechungsfeier der Innungen am Donnerstag im Fortbildungszentrum Charlottenhof Premiere.

Die „Almdoodler“ Thomas Meidinger und Andreas Karl holten sich Hauptdarstellerin Kerstin Rokita und Obermeister Michael Zinnbauer mit dazu und spielten zum Film die Musik „live“ ein. „Eine bessere Werbung für unser Handwerk kann es gar nicht geben“, schwärmte Kreishandwerksmeister Christian Glaab über den Film, der auch auf „Youtube“ läuft. „Wir haben riesige Probleme, Fachkräfte zu bekommen“, stellte der Schwandorfer Bäckermeister fest. Er forderte die politischen Entscheidungsträger auf, ihre Lippenbekenntnisse zu beenden und der beruflichen Bildung den gleichen Stellenwert zukommen zu lassen wie der akademischen.

Höchsten Respekt

Dem pflichtete stv. Landrat und Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch bei: „Der Staat finanziert die Universitäten und Fachhochschulen, lässt die Kommunen aber bei den anderen Schulen alleine“. Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl outete sich als „Frau mit zwei linken Händen und zollte den Handwerkern deshalb allerhöchsten Respekt“. Der Obermeister der Metallinnung, Bernhard Stegerer, freut sich über die Blutauffrischung mit neuen Gesellen und gab den freigesprochenen Lehrlingen den guten Rat: „Ihr müsst die Kunden mit Arbeit begeistern“.

53 Absolventen aus Schwandorf, Cham, Weiden, Amberg-Sulzbach, Neumarkt und Regensburg bekamen ihre Zeugnisse. Mit einem Fiasko endete die Prüfung bein den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Von den 31 Teilnehmern fielen neun durch (29%). „Die theoretische Prüfung war sehr schwer“, suchte der Amberger Absolvent Daniel Meier nach einer Begründung. Dass die Aufgaben zu lösen waren, bewiesen Paula Heuberger aus Kümmersbruck (190 von 200 möglichen Punkten) und Christoph Steinbacher aus Schwandorf (187 von 200 möglichen Punkten), die als beste Absolventen abgeschlossen und ausgezeichnet wurden.

Bei den Feinwerkmechanikern kamen alle 23 Kandidaten gut durch die Prüfung. Beste waren Fabian Blendl (93 von 100 Punkten) aus Neunburg v. Wald und Stefan Maier (93 von 100 Punkten) aus Rötz. Bei den Metallbauern bestanden neun der elf Absolventen die Prüfung. Lukas Leyerer (Stulln) ragte mit 82 Punkten heraus. Von den sieben Spenglern fiel keiner durch. Prüfungsbester war Thomas Häckl (Amberg-Sulzbach, 88 Punkte). CMT-Leiter Uli Götz überreichte allen Absolventen „mit mindestens 92 Punkten“ einen Bildungsgutschein im Wert von 300,00 Euro.


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